Keine falschen Töne gegen Lesben, Schwule und Transgender 18.12.2013

Mehrere hundert Aktivisten_innen haben am Mittwoch 18.12.2013 vor der Münchner Philharmonie gegen die repressive Homosexuellenpolitik des russischen Präsidenten Wladimir Putin protestiert. Anlass der Kundgebung war ein Konzert des russischen Dirigenten und künftigen Chefs der Münchner Philharmoniker, Waleri Gergijew, der als enger Vertrauter Putins gilt. Auf Transparenten forderten die Demonstranten_innen unter anderem: «Keine falschen Töne gegen Lesben, Schwule und Transgender.» Die Organisatorin Rita Braaz von der Rosa Liste verlangte von Gergijew, sich einmal eindeutig gegen «Menschenrechtsverletzungen und Morde an Schwulen in Russland» zu positionieren.

Bei der Demonstration im Hof des Gasteigs, gab es Reden von Rita Braaz, Thomas Niederbühl und Lydia Dietrich, sowie eine klasse Performance von Naomi Lawrence (MunichKievQueer) und diversen Münchner Chören. Dass Putin die Menschenrechte mit Füßen tritt, wurde mit dem Gefangenenchor Nabucco von Giuseppe Verdi entgegnet, der Dirigent Gergiew wie Präsident Putin zu schwulen Aktivisten werden lässt. Wunschdenken? Jedenfalls eine gute Protestaktion die in diversen Medien großen Anklang fand. Hier z.B. die Beiträge von der Tagesschau, der Süddeutschen Zeitung, dem Bayerischen Rundfunk oder Antenne Bayern... etc. Hier auch der Link auf eine Film-Doku des Abends von Julia Siebert.

Bereits im September 2013 konnten wir von dem Kiss-In "To Russia With Love from Munich" vor der Russischen Botschaft eine kleine Film-Doku mit russischen Untertiteln zusammenstellen, die bereits über 8500 Mal angeklickt wurde.