Vienna Pride 16.06.2018

Wien unter dem Regenbogen: Die 23. Wiener Regenbogenparade ging am Samstag erfolgreich über die Bühne. Laut den Organisatoren der Homosexuelleninitiative HOSI nahmen rund 200.000 Menschen teil. Ein Rekord! Toleranz, Gleichberechtigung und Respekt war das Credo.

Die Ringstraße war am Samstag 16.6. bereits ab 11.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Um 14 Uhr ging es vor dem Rathaus mit dem Umzug los. Die Abschlusskundgebung fand um 19.30 Uhr am Rathausplatz im "Pride Village" statt. Bis dahin blieb der Ring auch gesperrt. Die bunte Parade zog bewusst andersrum um die Ringstraße – also gegen die Fahrtrichtung. "

Unter den angekündigten Rednern: SPÖ-Chef Christian Kern, der im Jahr 2016 als erster Bundeskanzler auf einer Regenbogenparade eine Rede hielt, sowie Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SP) und die Gemeinderäte Peter Kraus und Jennifer Kickert (beide Grüne). Songcontest-Gewinnerin Conchita Wurst und die Weather Girls traten im Anschluss auf.

An der Parade teilgenommen haben auch die NEOS – mit Chefin Beate Meinl-Reisinger an vorderster Front. Trotz der Partystimmung hat die Regenbogenparade einen ernsten gesellschaftlichen Hintergrund: Wien gilt zwar in der LGBT-Community (lesbisch, schwul, bisexuell und transgender) als Vorzeigestadt der Gleichberechtigung, doch nur weil während der "Pride Week" – deren Höhepunkt die Regenbogenparade markiert – ordentlich Regenbogen-Flagge gezeigt wird, ist noch lange nicht alles eitel Wonne. "Schwul" sei nach wie vor ein Schimpfwort und gerade in Migranten-Communitys und bildungsfernen Schichten tue man sich heute mit Toleranz schwer, sagte etwa Organisator Christian Högl vor einem Jahr.

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Und hier noch eine Vorschau auf den Europride in Wien von 1. bis 16. Juni 2019: europride2019.at

Fotos: queerelations 2018 / Wolfgang Fänderl