"Was ihr wollt?!" queerelations Jahrestreffen 18.10.2014

35 Medienschaffende, Themengebende, Organisierende und Fördernde, bisherige wie neue, konnten sich auf diesem Netzwerktreffen über ihre Ideen und Leidenschaften austauschen und im Hinblick auf eine neue mediale Zukunft kennenlernen. Hier die ersten Bilder und Infos der Tagung am

Samstag 18.10. Sub, Müllerstr. 14, zwischen 11:00 und 18:00 Uhr

Zielgruppen

Eingeladen war eine bunte Mischung von Teilnehmenden für den Austausch und mögliche Kooperationen:

  • Medienmachende (Filmende, Tonleute, Radiomachende, Produzierende, Journalisten_innen, Fotografierende, Grafiker_innen, Schauspielende...)
  • Themengebende (Vertretende von Interessengruppen, Auftraggebende für Medienprojekte, Community-Aktivisten_innen, politische Vertretende...)
  • Organisierende (Kollegen_innen auf Netzwerkebene wie Marketingfachleute, Rechtsexperten_innen, Administrierende, Fundraiser_innen...)
  • und Fördernde (Sponsoren_innen, Spender_innen, Stiftende, Unterstützende bzgl. Räumen, Produktionsmitteln, Catering-Service, Fortbildungseinrichtungen...)

Programmablauf Samstag 18.10.

10:30 Uhr Einlass
 
1. Teil: Allgemeine Informationen und Kennenlernen
11:00 Uhr Informationen zum Mediennetzwerk mit Videoeinspielungen (Was wir wollten und wie es bisher lief)
11:45 Uhr Kennenlernen der vorbereiteten Themenworkshops
12:00 Uhr Themenworkshops Phase 1: A, B, C (s.u.)
12:45 Uhr Pause
13:15 Uhr Themenworkshops Phase 2: D, E, F (s.u.)
14:00 Uhr Pause

2. Teil: Vertiefte Informationen und Zusammenarbeit
14:30 Uhr Themenfindung Interessenworkshops
15:00 Uhr Interessenworkshops Phase 3: G), H), I)
zwischendrin: Pausen mit Kaffee und Kuchen
16:00 Uhr Interessenworkshops Phase 4: K), L), M)
17:00 Uhr Präsentation Ergebnisse & Abschlussdiskussion
18:00 Uhr Feierabend

Inhalte und Referenten der Workshops

Intro: queerelations – Quo vadis?

Seit 1996 haben wir Erfahrungen mit schwulen Medienprojekten sammeln können. Seit 2012 entwickelt sich mit queerelations ein Mediennetzwerk, das von unterschiedlichen Formen und Inhalten geprägt ist und von engagierten Mitgestaltenden lebt. Zum Einstieg wollen wir zeigen, was wir Aktiven auf dem Weg gelernt haben und welche Vision hinter unserer Arbeit steckt.

Wolfgang Fänderl & Ludwig Zitzelsberger werden hierzu praktische Beispiele vorstellen und von deren Entwicklung erzählen. Fritz Letsch & Heiko Seig werden die Moderation der Veranstaltung übernehmen.

Vorbereitete Workshops Phase 1:

A) Web 2.0 - Was machen wir mit Social Media und was machen Social Media mit uns?

Gerade in der Szene nutzt fast jeder Social Media, von Facebook über Gayromeo bis zu Grindr. In dem Workshop geht es um eine gemeinsame Bestandsaufnahme, welche Themen rund ums Web 2.0 uns interessieren, wir in späteren Veranstaltungen vertiefen wollen und auf wessen Expertise oder praktisches Wissen wir dafür zurückgreifen können. Auch technische und redaktionelle Fragen können geklärt werden.

Christian Merten - freier Journalist mit Schwerpunkt Wirtschaft, IT und Technik, schreibt für Tageszeitungen, Magazine und Unternehmen im Print- und Online-Bereich.

B) Dramaturgie der Medien - Vom Inhalt übers Publikum zur Geschichte

Du hast etwas zu sagen, einen Inhalt, und willst ihn einem Publikum, Zuschauenden - mitteilen. Wir finden raus, wie die Botschaft gut gestaltet und verpackt werden kann, damit die Adressaten ein Vergnügen haben, sie aufzunehmen. Das ist die Aufgabe der Dramaturgie im Theater: Wie präsentieren wir den Inhalt, wie genießt mein Publikum - das, was ich sagen wollte? Geschichten erzählen als kleine Kunst kann der Anfang sein ...

Fritz Letsch – Gestalttherapeut, Theater- und Sexualpädagoge, Supervisor und Coach für Projekte – www.fritz-letsch.wikispaces.com

C) Filmformate - von der Idee zur Machbarkeit

Gibt es bei queerelations Unterschiede zu üblichen Film- und Fernsehproduktionen? In welchem Format kann ich gut Geschichten erzählen? An einem Beispiel werden wir die Entstehung eines aktuellen Projektes beleuchten, von der Ideenskizze über die Dreharbeiten, den Schnitt bis zur Filmpremiere. Was ist zum Drehen notwendig – personell, technisch, organisatorisch? Welche Rollen gilt es zu besetzen und wo könnte ich mich einbringen? Eine Kollegin der Münchner Filmwerkstatt (WEB) wird uns über Fortbildungsmöglichkeiten und andere Filmevents informieren.

Ludwig Zitzelsberger – Mediengestalter für Bild und Ton, Produzent und Filmemacher – www.ztvp.de
& Markus Hönle - Professioneller Kameramann

Vorbereitete Workshops Phase 2:

D) Produktionsbedingungen - Finanzierung und Netzwerkkommunikation

queerelations möchte als Münchner Netzwerk mit internationaler Ausstrahlung diverse Medienprojekte fördern. Dabei denken wir an eine Förderstruktur, die verschiedene Kompetenzen im ehrenamtlichen, semiprofessionellen wie professionellen Bereich zusammenführt. Letztlich steht ja jedes unserer selbstständigen Einzelprojekte vor der Frage, wie Finanzierung und Kommunikation im Team gestaltet werden können.

Jonas Victoria Schürmann - Project & Social Media Manager, Start-Up Entrepreneur, Drag Queen
& Wolfgang Fänderl - Initiator und Koordinator Mediennetzwerk queerelations, Berater für Kooperationsmanagement, Trainer für Diversity - www.vernetzungsberatung.com

E) Veranstaltungen - Jour fixe, Events, Benefiz und Fortbildungen

Welche Veranstaltungsform passt zu meinem Thema, meinem Medium? Wie viel wollen die Besuchenden beteiligt werden? Eine kleine Runde kann mit intensiven Gesprächen gut einbezogen werden, doch gibt es Themen wie eine Biografie, die erst einmal Moderation und Zuhören brauchen. Für selber tätig werden ist eine offene Runde mit persönlichem Austausch der bessere Kreis: Wie finden wir für unser Projekt die passende Form? Alle kennen Beispiele ... auch weniger gelungener Veranstaltungen, wo wir uns mehr gewünscht hätten. aus den Wünschen wachsen neue Formen, wie Community Building, Kreis-Moderation ... Eine Kollegin der Münchner Filmwerkstatt (WEB) wird uns über Fortbildungsmöglichkeiten und andere Filmevents informieren.

Fritz Letsch – Gestalttherapeut, Theater- und Sexualpädagoge, Supervisor und Coach für Projekte – www.fritz-letsch.wikispaces.com

F) Radio – geht ins Ohr, bleibt im Kopf

Radio ist eines der Medien, mit dem sich Sprache einfach, schnell und weit verbreiten läßt: "3 - 2 - 1 - und bitte." Ob Nachrichten, Moderation, Interviews oder Hörspiel und Werbung, die Möglichkeiten sind vielfältig. Alle diese Formate finden ihren Platz im Radio. 2 Moderatoren und Sprecher geben einen persönlichen, praktischen Einblick, wie der Sendealltag abläuft, was hinter den einzelnen Formaten steckt und wie jeder seine Rolle zum Mitmachen finden kann.

Uwe Brisgis - Chefredaktion Radio Uferlos www.uferlos.org
& Heiko Seig - Sprecher, Moderator, Journalist/Redakteur und Coach

Bilder zu den verschiedenen Workshops auf unserem facebook-Account.

Hintergrund-Informationen

Die Veranstaltung wurde vom sub e.V. mit Räumen unterstützt. Kosten wurden wir mit Hilfe von Spenden und Eigenmitteln gedeckt (Netzwerk / Förderung benötigt)

Weitere Fragen bitte an Wolfgang Fänderl als Gastgeber und Koordinator des Treffens:

Mail: info@queerelations.net, Tel.: 0179/5319938